Küchenschätze aus Omas Zeiten

Das Heimat­mu­se­um Haimhausen ist auf der Suche nach alten Kochrezepten aus der Region. In ein­er Zeit, in der immer mehr Men­schen nicht mehr die Zeit haben, selb­st zu kochen, oder auch keine Lust dazu haben, geht viel altes Wis­sen ver­loren. Wir wollen diese über­liefer­ten Fam­i­lien­rezepte vor dem Vergessen ret­ten und sind dabei auf die Hil­fe der Haimhauser Bürg­erin­nen und Bürg­er angewiesen.

Krustenbraten mit Bayrisch Kraut

Krusten­brat­en mit Bayrisch Kraut

Wenn Sie also irgend­wo alte Kochbüch­er (Vor dem 2. Weltkrieg oder älter) oder einzelne Kochrezepte von Ihrer (Ur-)Großmutter haben, wür­den wir uns sehr freuen, wenn Sie uns an diesen Schätzen teil­haben lassen.

Wir hof­fen, dass wir so viele Beiträge bekom­men, dass wir eine inter­es­sante Son­der­ausstel­lung zusam­men­stellen kön­nen. Wenn Sie uns ihre Schätze nur lei­h­weise für diesen Zweck über­lassen wollen, wer­den wir natür­lich sehr gut darauf auf­passen und sie unversehrt zurück­geben.

Rezepte, gerne auch hand­schriftlich, bitte senden oder abgeben bei

Elke Nie­der­mair
Am Maler­winkel 16
85778 Haimhausen

oder per Mail an:
elke.niedermair@heimatmuseum-haimhausen.de oder doerthe.haniel@heimatmuseum-haimhausen.de

Dach der Bründlkapelle

Die Kapelle ist 1734 vom Hof­mark­sh­er­rn Karl Fer­di­nand Maria Reichs­graf von und zu Haimhausen über dem Bründl erbaut wor­den. Zuvor stand an dieser Stelle ein Bild­stock mit ein­er Nach­bil­dung des Gnaden­bildes der Mut­ter­gottes aus Ettal. Deshalb lagen die Quelle und die (seit 1888) ein­gerichtete Lour­des­grotte inner­halb des Bauw­erks. Erst 1934 hat man bei­de aus Platz­grün­den nach außen ver­legt. An der Nord­wand der Kapelle entspringt nun die Quelle, die dem Gotte­shaus den Namen gegeben hat und von deren Wass­er sich die Wall­fahrer eine Lin­derung ihrer Augen­lei­den ver­sprechen.
In den let­zten Jahrzehn­ten, zulet­zt von 1997 bis 2000, wurde die Kirche von Grund auf ren­oviert und neu aus­ges­tat­tet, nach­dem 1974 die gesamte Innenein­rich­tung ger­aubt wor­den war. Die unbekan­nten Diebe nah­men das Altar­bild, (Maria Him­melfahrt), den Rokokoschrein für die Nach­bil­dung des Ettaler Gnaden­bildes, zwei korinthis­che Säulen und die bei­den Seit­en­fig­uren vom Altar (Joachim und Anna), 18 Votiv­bilder ‑das älteste mit 1758 datiert — sowie viele Zierk­erzen mit. Nur das Auf­satz­bild mit dem hl. Josef und dem Jesuskn­aben ließen die Diebe zurück. Ein Votiv­bild von 1727 war schon bei der Bestand­sauf­nahme von 1972 nicht mehr vorhan­den und muss noch früher entwen­det wor­den sein. Auch das Gnaden­bild ent­ging dem Dieb­stahl, weil es außer­halb der Kapelle auf­be­wahrt war.

Seit 2000 ist die frühere Kapelle offiziell eine Fil­ialkirche der Pfar­rei Haimhausen. Ihr Fest­tag (früher 15.8.) wurde 2002 auf den 12.September (Mar­iä Namen) fest­gelegt.
Die Kapelle wurde in den Jahren 1887/88, 1934, 1977 und 1997/2002 ren­oviert. Bei der Ren­ovierung im Jahr 1977 hat­te Bild­hauer Held, der Sohn des Haimhauser Schrein­er­meis­ters Held, den Altar nach alten Rokoko-Vor­la­gen neu gefer­tigt.
In den Jahren 1997 bis 2000 wurde das Bauw­erk gen­er­al­saniert, finanziell unter­stützt vom Fördervere­in, der bis 2014 bestand.

Die Arbeit­en umfassten die sta­tis­che Sicherung, den Putz, den Dachstuhl und die Dachbe­deck­ung. Im Inneren wurde wieder ein Gewölbe einge­zo­gen, das seit einem Ein­bruch im Jahr 1974 ver­stüm­melte Retabel (Alta­rauf­bau) neu entwick­elt, gefasst und mit mod­er­nen Gemälden bestückt. Einige neue Ausstat­tungsstücke kamen hinzu.

Das im Heimat­mu­se­um gezeigte Stück des alten Schin­del­daches musste im Zuge der Ren­ovierung von 1997–2000 dem heuti­gen Blech­dach weichen.

Quellen:
http://www.kirchenundkapellen.de/kirchen/haimhausen-bruendlkp.php
Bogn­er Markus, Chronik von Haimhausen, 1992